Keine Ahnung: Kinder brauchen mehr Ernährungswissen

Karotten wachsen auf Bäumen, Käse wird aus Pflanzen hergestellt und Nudeln werden aus Fleisch gemacht. Das glauben nicht wenige Kinder in Industrieländern. An und für sich zeigt das lediglich eine Facette des Aufwachsens in der Stadt und muss noch nicht zwingend heißen, dass diese Kinder ungesund ernährt sind. Allerdings zeigen die Zwischenergebnisse der Präventionsstudie EDDY, dass mehr Ernährungswissen sehr wohl mit einer besseren Ernährungsweise und weniger Gewichtszunahme zu tun hat.

Kinder als Korrektiv

Trotz eindringlicher Warnungen von Ärzten und internationalen Gesundheitsbehörden schreitet die Ausbreitung von Übergewicht und Adipositas weiter voran. Die Konsequenzen sind dramatisch. Folgeerkrankungen und ein Anstieg der Mortalität drohen die Gesundheitssysteme zu überfordern. Was läuft falsch? Warum gelingt es nicht, die Menschen von den Vorteilen einer gesünderen Ernährungsweise zu überzeugen, bevor es zu Problemen kommt? Das Journal für Ernährungsmedizin lud den Change Communicator Wolfgang M. Rosam zu einem Gespräch.

Der Vitamin-D-Papst

Der Arzt und weltweit renommierte Vitamin-D-Forscher, Univ.-Prof. Dr. Michael F. Holick von der Universität Boston (USA), war im April d.J. im Rahmen der Biogena Akademie zu einem Vortrag in Wien geladen. Der Autor grundlegender wissenschaftlicher Arbeiten und einer Reihe populärmedizinischer Bücher im Gespräch mit dem Journal für Ernährungsmedizin.

Definition und Bedeutung natürlicher Mineralwässer

Im Rahmen der Erörterung der ernährungsmedizinischen Bedeutung natürlicher Mineralwässer erscheinen vor allem zwei Problemkreise von Bedeutung. Welchen Stellenwert hat die Zufuhr von Mineralstoffen und Spurenelementen durch regelmäßiges Trinken von Mineralwässern im Hinblick auf die alimentäre Bedarfssicherung und damit zusammenhängenden gesundheitlichen Problemen? Und: Können durch den regelmäßigen Konsum von Mineralwässern unerwünschte gesundheitliche Folgen auftreten?

Sweet, sweeter, sweetest

Die Süßpflanze Stevia, deren Extrakte in der EU seit 2011 zugelassen sind, ist auf dem besten Weg, künftig andere Süßstoffe in Getränken, Zuckerl, Keksen, Schokolade und Kaugummis zu ersetzen. Warum brauchen wir überhaupt Süßstoffe, sind sie wirklich sicher und können sie zur Adipositastherapie beitragen? Fragen wie diese sollen hier erörtert werden.

Fruktose im Fokus von Gastroenterologie und Hepatologie

Obwohl sich die Studienlage bislang noch nicht gänzlich konsistent darstellt, scheint Fruktose (Fruchtzucker) nicht der harmlose oder gar bessere Zucker zu sein, wie bis vor einigen Jahren allgemein angenommen. Fruktose wird heute in zunehmender Menge u. a. mit Erfrischungsgetränken, Smoothies, Fruchtjoghurts, Desserts und Süßigkeiten aufgenommen. Mögliche Auswirkungen einer langfristig erhöhten Zufuhr sollen hier beschrieben werden. Außerdem ist Fruktose für viele Menschen (>20%) nicht verträglich.

Fischöl: Auch für Muskeln gut

Die altersbedingte Abnahme der Muskelmasse und -funktion ist ein Hauptrisikofaktor für zahlreiche Probleme im Alter, die zu einer deutlichen Verminderung der Lebensqualität führen können. Daher ist die Erforschung neuer Strategien wichtig, um diese altersbedingte Abnahme der Muskelmasse zu verzögern bzw. zu verhindern. Ein ziemlich neuer Anhaltspunkt sind in diesem Zusammenhang Omega-3-Fettsäuren aus Fischölen. Es gibt Hinweise dafür, dass sie Muskelmasse und -stärke stimu­lieren können, und sie scheinen eine vielversprechende ...

Zuckerreiche Getränke & Risiko für Bluthochdruck

Laut der „American Heart Association“ leidet einer von drei amerikanischen Erwachsenen unter hohem Blutdruck. Weltweit sind ca. 40% der Erwachsenen davon betroffen. Jedes Jahr sterben in etwa 17 Millionen Menschen an einer kardiovaskulären Erkrankung, und ca. 45% davon werden von hohem Blutdruck ausgelöst. Die bedeutendsten Risikofaktoren für Bluthochdruck sind Adipositas, wenig körperliche Aktivität, psychosozialer Stress und schlechtes Ernährungsverhalten (zu viel Salz, Alkohol, usw.). Auch ein hoher Konsum von mit Zucker gesüßten Getränken ...

Molekulare Züchtung: gezielte Veränderung einzelner Merkmale

Die Aufklärung der genetischen Grundlagen quantitativer Merkmale stellt einen Schlüssel zur Verbesserung unserer Kulturpflanzen und damit unserer wichtigsten Nahrungsquellen dar. Manche wichtige Züchtungsziele einschließlich ökologischer Verbesserungen sind derzeit nur mit gentechnischen Verfahren erreichbar. Dazu gehören Resistenzen gegen Krankheiterreger und Insekten sowie qualitative Verbesserungen.

Hyperurikämie und Gicht: Ernährungs- und Lebensstiloptimierung

Die Behandlung von Hyperurikämie und Gicht erfordert einen multifaktoriellen Ansatz. Ziel ist es, Ernährungs- und Lebensstilfaktoren zu optimieren und gegebenenfalls mit Medikamenten zu ergänzen. Eine Optimierung von Ernährung und Lebensstil wirkt sich außerdem positiv auf die häufig in Kombination mit Hyperurikämie/Gicht auftretenden Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das metabolische Syndrom aus.

NutriDuo und NutriMove: Ernährungswissen spielerisch

Elisabeth Höld1, Jutta Möseneder1, Katharina Fellnhofer2 Das Ernährungswissen europäischer Kinder ist teilweise verbesserungswürdig und kann ein nachteiliges Ernährungsverhalten fördern (Worsley, 2002; Grosso, et al., 2012). So weisen auch österreichische Kinder unvorteilhafte Ernährungsverhaltensweisen auf. Sie konsumieren zu wenig pflanzliche Lebensmittel und Milchprodukte und zu viel an Fleisch, Wurst, Süß- und Backwaren. Auch das Bewegungsverhalten entspricht nicht den Empfehlungen und nimmt mit zunehmendem Alter ab. 16,7% aller ...

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen - sind Pro- und Präbiotika die Lösung?

Probiotika sind für die Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen durchaus von Relevanz, was durch Studien auch mehrfach belegt ist. Ähnliches gilt für Synbiotika. Funktionelle Unterschiede und Vielfalt von Probiotika-Stämmen limitieren Studienergebnisse jedoch, sodass in Hinblick auf das Potenzial definierter Stämme noch weiterer Forschungsbedarf besteht.

Nordische Ernährung statt Mittelmeer-Diät?

Im Rahmen von Lebensstiländerungen, die auf die Prävention des metabolischen Syndroms abzielen, wird die mediterrane Ernährungsweise stets als äußerst effektiv hervorgehoben. Jedoch scheint auch eine bewusst gestaltete Ernährung im Norden Europas – die sogenannte New Nordic Diet (NND) oder Nordic Diet (ND) – die typischen Grunderkrankungen des metabolischen Syndroms zu lindern und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. So zeigen aktuelle Studien, dass mit der nordischen Ernährung Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und erhöhtem ...

Inflammation, Atherosklerose & neue Therapieansätze

Bei der Atherosklerose handelt es sich um ein komplexes inflammatorisches Geschehen, bei dem Mechanismen der angeborenen und der adaptiven Immunantwort in vielschichtigen Wechselwirkungen stehen. Derzeit wird in Zusammenschau mit den inflammatorischen Mechanismen der Atherogenese eine Reihe von gezielt anti-inflammatorischen Strategien zur Verhinderung kardiovaskulärer Ereignisse in Studien untersucht. Ein Überblick.

Supplemente zur Regeneration - evidenzbasiert evaluiert

Zusammenfassung eines Vortrags vom Initiator und Präsidenten der Swiss Sports Nutrition Society (SSNS), Dr. Paolo Colombani, gehalten am 18. September 2015 im Rahmen des Fachtags Sporternährung in Wien.

Mutationszüchtung: Der herbeigeführte Zufall

Die natürliche Mutationsrate in Pflanzen kann durch biologische, physikalische oder chemische Mutationsauslöser drastisch erhöht werden, sodass die Wahrscheinlichkeit steigt, bestimmte erwünschte Veränderung bzw. Eigenschaften von Nutzpflanzen zu erzielen. Die meisten heute verwendeten Nahrungspflanzen sind auf diese Weise entstanden.

Übergewicht bei Kindern: Intervention wirkt

Nach zwei Jahren Studiendauer liegen die ersten Zwischenergebnisse der EDDY-Studie des Österreichischen Akademischen Institut für Ernährungsmedizin (ÖAIE) vor. Daraus geht eindeutig hervor, dass fundierte Interventionen in Schulen das Ernährungswissen und -verhalten der Kinder verbessern können.

Entstehung und Zukunft unserer Nahrungspflanzen

Die Bilder von Lebensmittelüberschüssen und -verschwendung in der 1. Welt überdecken manchmal die drängende Frage, wie die wachsende Weltbevölkerung in Zukunft ernährt werden kann. Dazu sind Anstrengungen auf mehreren Ebenen erforderlich. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Pflanzenzüchtung zu.

Sport, Ernährung, Psyche

Am 18. September findet in Wien der 2. Fachtag „Sporternährung“ statt. Die wissenschaftliche Leitung haben Univ.-Prof. Dr. Barbara Prüller-Strasser und Univ.-Prof. Dr. Dietmar Fuchs inne. Im Gespräch mit dem Journal für Ernährungsmedizin erläutern sie zentrale Inhalte und aktuelle Entwicklungen.

Lange vernachlässigt: Mikrobiota des Dünndarms

Die von der boomenden Mikrobiom- und Probiotikaforschung bislang unter anderem aus methodischen Gründen vernachlässigten Bewohner des Dünndarms wurden im Rahmen des diesjährigen International Yakult Symposium in Berlin (23.-24. April) von Univ.-Prof. Dr. Michiel Kleerebezem von der Universität Wageningen (NL) gebührend präsentiert.

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Info & Kontakt: www.fhg-tirol.ac.at

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Portal der Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde (ÖGKJ)
www.paediatrie.at

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www.origo-gesundheitszentren.at

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