Soja und Nachhaltigkeit

Es ist zunehmend anerkannt, dass die Ernährung nicht nur nach gesundheitlichen Kriterien, sondern auch nach Kriterien der Nachhaltigkeit zu bewerten ist (Lang et al., 2009; LV, 2009; LNV, 2009; Macdiarmid et al., 2011; Health Council of the Netherlands, 2011). Noch nie hatte das menschliche Handeln derart weitreichende Auswirkungen auf die Erde wie heute. Dabei fällt die Produktion von Lebensmitteln im Hinblick auf den Verbrauch natürlicher Ressourcen neben der Versorgung mit Wasser, Obdach und Energie besonders ins Gewicht (Vellinga und Herb, ...

Energiequelle für Gehirn und Körper: Kohlenhydrate im Überblick

Die Kost unserer Vorfahren bestand Großteils aus kohlenhydratreichen Lebensmitteln, da diese verhältnismäßig einfach und billig zu produzieren und gut lagerbar waren bzw. sind. Heute stehen Kohlenhydrate mit im Zentrum der Forschung rund um die Ursachen von Übergewicht und zivilisationsbedingten Krankheiten wie Diabetes mellitus. Können wir von einer kohlenhydratarmen Kost wirklich profitieren, oder ist die Formel 50% Kohlenhydrate vorwiegend aus Obst, Gemüse und Getreideprodukten zu einfach, um als Weg zu besserer Gesundheit akzeptiert zu ...

DGEM: Terminologie in der Klinischen Ernährung

Bisher war die Nomenklatur in der klinischen Ernährung sehr uneinheitlich, was häufig zu Verwirrung und Unklarheiten in wissenschaftlichen Diskussionen geführt hat. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin (DGEM) hat nun eine einheitliche Nomenklatur mit den wichtigsten Definitionen zusammengestellt. Hauptziel ist es, die Patientenversorgung bedarfsgerecht zu gliedern und damit hinsichtlich der Effizienz zu verbessern. Zusätzlich wurden englische Be¬griffe als Empfehlung für eine weltweite Nomenklatur definiert. Die Definitionen wurden ...

Adipositasprävention: Letzte Chance Big Brother?

In der Adipositasprävention sind derzeit Rückschläge auf (fast) der ganzen Linie zu verzeichnen. Neue Ansätze sind notwendig, die Politik wird mehr integrative Kraft entwickeln müssen. Dabei wird eine Grundsatzdebatte über individuelle Freiheit und Restriktionen nicht ausbleiben. Indes könnte Unterstützung von anderen Entwicklungen kommen, etwa der Nachhaltigkeit in Ernährungsfragen.

Das rätselhafte Verhalten des Homo sapiens bei der Nahrungsbeschaffung

Zwei Symposien haben sich im Frühjahr in Wien mit dem höchst widersprüchlichen Verhalten in Zusammenhang mit Ernährung beschäftigt. Das forum.ernährung heute (fe.h) wählte am 5. Juni das Motto „Markt. Wert. Wahrnehmung. Was ist Essen wert?“, das Österreichische Akademische Institut für Ernährungsmedizin (ÖAIE) am 14. Juni den Titel „Was essen wir wirklich?“. In der Folge sind einige Aspekte herausgegriffen, einzelne Themen werden in den nächsten Ausgaben des Journals für Ernährungsmedizin detaillierter behandelt.

Zwischen Körperkult und Trostessen

Die Doyenne der Motivforschung in Österreich, Dr. Helene Karmasin, hat mit einem vielbeachteten Impulsstatement am ÖAIE-Symposium „Was essen wir wirklich?“ teilgenommen und im Anschluss daran zu einigen der schwierigsten Punkte der aktuellen Ernährungsproblematik in den industrialisierten Ländern Stellung genommen.

Fette in der Humanernährung: Zwischen essentiellem Nährstoff und Dickmacher

Fette liefern nicht nur essentielle Nährstoffe, das Verhältnis der einzelnen Fettsäuren zueinander spielt auch eine wichtige Rolle in der Prävention einiger ernährungsassoziierter Krankheiten. Als die effektivsten Kalorienlieferanten sind Fette aber auch an der Entstehung von Übergewicht und Adipositas beteiligt, was aus gegebenem Anlass stark in den Vordergrund gerückt ist. Grund genug für einen Refresher & Up-to-date in Sachen Nahrungsfette.

Eine kritische Replik

Ratten-Studie: "Genetisch veränderter Mais und Roundup erhöhen Sterblichkeit". Mehr als 37 staatliche Behörden und Wissenschaftsvereinigungen kamen nach eingehender Überprüfungen und Auswertung der wenigen in der Séralini-Studie (1) verfügbaren Daten zum Schluss, dass diese Studie in der vorliegenden Form wissenschaftlichen Kriterien nicht entspricht und die Ergebnisse nicht für eine Risikoneubewertung von gentechnisch verändertem Mais (gv-Mais NK603) und Glyphosat (Roundup) herangezogen werden können (2).

Obstipationsdominantes Reizdarmsyndrom

Neue motilitätssteigernde Medikamente. Beim obstipationsdominanten Reizdarmsyndrom kann wie bei der chronischen Obstipation trotz Ernährungstherapie und anderer Maßnahmen wie Laxantien weiterer Handlungsbedarf bestehen. Nachdem Cisaprid und Tegaserod wegen kardialer Nebenwirkungen vom Markt genommen worden waren, bestand bezüglich motilitätssteigernder Medikamente ein langjähriges Therapievakuum. Diese Lücke kann jetzt von neuen Substanzen geschlossen werden.

Alles pro für Proteine?

Eiweiß in der Humanernährung. Nutritive Proteine verfügen über ein positives Image. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig und teilweise indirekter Natur. So wird der Konsum tierischer Lebensmittel, allen voran Fleisch, nach wie vor als Zeichen des Wohlstands betrachtet. Eine fleisch- und somit proteinreiche Kost ist bei festlichen Anlässen in der westlichen Welt kaum wegzudenken. Auch in sog. Schwellenländern steigt die Zufuhr tierischer Lebensmittel mit dem Einkommen. Ernährungstrends wie Low-Carb-Diäten zielen auf eine Senkung der ...

Salzreduktion: Möglichkeiten und Grenzen

Die in der westlichen Welt aus gesundheitlichen Gründen angestrebte Reduktion der Kochsalzmenge vor allem in verarbeiteten Lebensmitteln stellt die Lebensmittelindustrie vor große Herausforderungen, da Kochsalz nicht nur aus sensorischen Gründen zugesetzt wird, sondern wegen verschiedener lebensmitteltechnologischer und mikrobiologischer Gründe einen schwer ersetzbaren Lebensmittelbestandteil darstellt.

Fit für die Zukunft

Der Verband der Ernährungswissenschafter Österreichs (VEÖ) hat seit 2012 einen neuen Vorstand mit Mag. Ursula Umfahrer-Pirker als 1. Vorsitzenden. Ein Gespräch über Ziele, Pläne und Visionen für die kommenden Jahre und über die Funktionsperiode hinaus.

Optimale Flüssigkeitszufuhr im Fußball

Vor allem Jugendliche brauchen Unterstützung für individuelle Lösungen

Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren

Deckung des Bedarfs durch Fisch und alternative Quellen FH Gesundheitsberufe OÖ, Bachelorarbeit Diätologie, 2013 Romana Führling*, Marianne Tammegger

Diätologenkongress 2013: Der (ge)wichtige Mensch im Mittelpunkt

Der 30. Ernährungskongress des Verbandes der Diaetologen Österreichs am 7. Und 8. März in Wien war mit rund 500 Teilnehmern wieder bestens besucht und mit dem Thema „Adipositas und Ernährung“ absolut am Puls der Zeit gelegen. Die Problematik wurde über die Grenzen der Ernährung hinaus behandelt, wobei auch Paradigmenwechsel angeregt beziehungsweise diskutiert wurden, die den Zugang der therapeutischen Begleiter einerseits und das therapeutische Handeln bei sogenannten gesunden Adipösen andererseits umfassen.

Reizdarm – extrem häufig & extrem schwierig

Serie Teil 1: Funktionelle gastrointestinale Störungen sind in den vergangenen Jahren zu den bei weitem häufigsten Problemen in der Gastroenterologie avanciert. Dementsprechend groß war das Interesse am Symposium „Blähung, Obstipation und Reizdarm – hilft Ernährungstherapie?“, das vom Österreichischen Akademischen Institut für Ernährungsmedizin im Oktober in Wien unter der wissenschaftlichen Leitung von Univ.-Prof. Dr. Rainer Schöfl veranstaltet wurde.

Dietary Fibre and Prebiotics

Dietary fibre intake is associated with a myriad of health benefits. (Scott et al., 2008, Maayan Elad & Lesmes, 2012) Among others, their fermentation by the microbiota results in the formation of short chain fatty acids, which protect against pathogenic bacteria. Together with dietary fibres, prebiotics are colonic nutrients but prebiotics are degraded and utilized only by beneficial bacteria, namely bifidobacteria and/or lactobacilli. (S. Macfarlane, 2010)

Fettgewebe als endokrines Organ

Als hochkomplexes endokrines Organ nimmt das Fettgewebe eine zentrale Rolle in der Physiologie des gesunden und kranken Menschen ein. Es orchestriert das Zusammenspiel verschiedenster Zelltypen innerhalb des Gewebes und trägt damit zur Steuerung des Gesamtorganismus bei. Das Fettgewebe reguliert durch Adipokine nicht nur den Stoffwechsel, sondern auch eine Vielzahl anderer Prozesse wie Appetit und Entzündung. Bei der Adipositas begünstigt es, oft vermittelt durch pro-inflammatorische Botenstoffe, die verstärkte Atherogenese und das ...

Das große Ganze

Die langjährige Präsidentin des Verbandes der Diaetologen Österreichs, Andrea Maria Hofbauer, BSc, MBA, leitet seit zwei Jahren den Studiengang Diätologie am FH-Campus Wien. 2012 wurde ihr der Berufstitel „Professorin“ verliehen. Im Gespräch mit dem Journal für Ernährungsmedizin über Engagement, Ziele und Visionen.

Zucker, Süßstoffe & Diabetes

Dem Thema „Zucker, Süßstoffe & Co in der Diabetesernährung“ war die Fortbildungsveranstaltung des Verbandes der Diaetologen Österreichs gewidmet, die am 17. November d. J. im Rahmen der 40. Jahrestagung der Österreichischen Diabetesgesellschaft in Salzburg stattgefunden hat.

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Terminhinweis

ÖGE Jahrestagung:

Wege zu mehr Ernährungskompetenz

14.-15. November 2019, Wien

Mehr Infos unter: www.oege.at

 

ÖIAE-Symposium: Mikronährstoffe

17. Jänner 2020, Wien

Mehr Infos unter: www.oeaie.org

Link-Tipps

Neuer Masterlehrgang in Innsbruck: Ernährungskommunikation
Info & Kontakt: www.fhg-tirol.ac.at

Portal der Österreichischen Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde (ÖGKJ)
www.paediatrie.at

Integrative Behandlung von Angst, Burnout, Depression und Essstörung
www.origo-gesundheitszentren.at

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